Wie es mir gefällt: Elke Winkens

Wer Elke Winkens auf der Leinwand sieht, spürt sofort diese ganz eigene Präsenz. Wir fanden sie ja schon in den 1990ern großartig, als sie in der ORF-Kultsendung „Die kranken Schwestern“ verlässlich Schmäh führte. Später prägte sie TV-Dauerbrenner wie „Kommissar Rex“ und spielte auf den großen Theaterbühnen des Landes. Dass sie sich schauspielerisch immer wieder neu erfindet, bewies sie zuletzt eindrucksvoll im Film „How to Be Normal and the Oddness of the Other World“. Für ihre Rolle als überforderte Mutter der psychisch erkrankten Hauptfigur Pia wurde sie 2026 völlig zu Recht mit dem Österreichischen Filmpreis für die beste weibliche Nebenrolle ausgezeichnet.

Dabei ist Elke praktischerweise auch unsere Nachbarin hier im 6. Wiener Bezirk. Als wir unlängst wieder einmal Mid-Century-Originale vor der vintagerie in der Nelkengasse fotografierten, spazierte sie zufällig vorbei. Kurzentschlossen nahm sie auf einem absoluten Meisterwerk österreichischer Designgeschichte Platz: dem legendären Stadthallen-Sessel von Roland Rainer. Bei Elke gibt es keine künstlichen Posen, da ist immer alles echt. Sie ist halt einfach ein großartiges Model und das Bild war sofort im Kasten.

Dass sie ein Gespür für Ästhetik hat, ist eh klar. Aber wie hält sie es privat mit Vintage-Design? Würde sich Elke diesen ikonischen Rainer-Sessel auch ins eigene Wohnzimmer stellen? Wir freuen uns irrsinnig über diesen persönlichen Einblick – hier sagt sie, wie es ihr gefällt.

Welches Möbelstück würdest du nie weggeben? 
Meinen orangefarbenen Miniforms-Glastisch.

Tapeten, weiße Wände oder Graffiti?
Auf jeden Fall Tapeten.

Minimalismus oder Maximalismus? 
Minimalismus.

Welches Objekt, dass du in der Vintage gekauft hast, liebst du besonders?
Einen pinkfarbenen Pouf aus den siebziger Jahren, er steht in unserem Haus im Burgenland.

Welches ist das schönste Möbelstück in deiner Wohnung?
Ein großer schwarzer Miniforms-Esstisch.

Wie hältst du es mit Ordnung?
Ich liebe Ordnung! Bei uns ist es immer sehr ordentlich, es steht nichts herum und ist immer sehr sauber. Ich bin eine Pedantin.

Was hängt bei dir an der Wand?
Ein Kunstwerk von Judith Saupper.

Gibt es ein Stück, dass du gerne hättest aber nicht kriegen kannst? 
Einen Eames Lounge Chair, wir haben aber keinen Platz mehr.

Welcher Ort inspiriert dich?
New York, always New York.

Welcher Gegenstand ist bei dir immer im Griffweite?
Leider mein Handy.

Welches Material fühlt sich für dich einfach richtig an? 
Holz.

Welches Kleidungsstück sagt am meisten über dich aus?
Meine Schuhe.

Welcher Gegenstand darf in deiner Küche nie fehlen? 
Scharfe Messer. 

Wie heißt dein Besteck?
WMF.

Womit kann man dir immer eine Freude machen?
Mit einem Lächeln!