„Nicht vom Stuhl ist auszugehen, sondern vom Sitzen, nicht vom Glas, sondern vom Trinken, nicht von der Kanne, sondern vom Halten und Gießen. Nicht von der Lampe, sondern vom Licht und Leuchten!“ Dieses Zitat stammt nicht von einer User-Experience-Expertin, sondern vom Entwerfer Wilhelm Wagenfeld – aus dem Jahr 1948. Der Bauhaus-Schüler setzte diese Philosophie konsequent um: praktisch statt spektakulär, günstig, aber nicht billig, einfach „brauchbar“.
Ein Design-Klassiker aus Metall und Glas
Sein bekanntestes Objekt, die Tischleuchte, entwarf Wagenfeld 1924 noch als Student in der Metallwerkstatt des Bauhauses: einfache, geometrische Formen, Metall und Glas. Erst der Lampenschirm aus Opalglas machte später aus dem eher technisch konnotierten Material etwas für den Wohnbereich.
Jenaer Glas: Vom Herd direkt auf den Tisch
Wir sind bekennende Fans dieser Entwürfe. Deswegen haben wir in der vintagerie auch immer wieder diese modularen Regalsysteme im Sortiment. Jedes Stück wird von uns aufgetrieben und anschließend in unserer eigenen Werkstatt in Wien liebevoll restauriert. Wer also Vintage Designklassiker in Wien sucht, bekommt bei uns ein Original mit Geschichte, das wieder richtig strahlt – und definitiv keine Kopie.
Alltagsdesign für Millionen Haushalte
In den 1930er-Jahren entwickelte Wagenfeld für das Jenaer Glaswerk Schott & Gen. ein umfangreiches Sortiment aus hitzebeständigem Laborglas für den Haushalt: Teegeschirr, Back- und Kochgeschirr und Küchengefäße, die man zum Kochen und zum Anrichten verwenden kann. Der Werbeslogan lautete: „Vom Herd direkt auf den Tisch“. Erfunden hat Wagenfeld das nicht, feuerfestes Backgeschirr gab es schon vorher. Aber er war der Erste, der es so gestaltet hat, dass man es auch herzeigen wollte. Seine Doppelschüssel etwa hat einen Deckel, der umgedreht eine zweite Schale ist. Kein Umfüllen, kein Abwasch, und schön ist sie auch.
Bauhaus-Originale im 6. Bezirk
Diese kompromisslose Fokussierung auf den Alltag macht seine Entwürfe heute noch so relevant. Und es ist genau der Grund, warum wir solche Mid-Century-Originale immer wieder gerne zu uns in die vintagerie holen. Wenn wir ein altes Jenaer Teegeschirr, WMF-Klassiker oder frühe Ausführungen seiner Tischleuchten aufstöbern, schauen wir sie in unserer Wiener Werkstatt ordentlich durch und verhelfen ihnen wieder zu altem Glanz.
Wer sich ein echtes Stück Bauhaus-Geschichte in die Wohnung holen will, schaut am besten bei uns im 6. Bezirk vorbei. Wir in der Nelkengasse haben ein gutes Händchen für Vintage-Designklassiker. Wir halten nämlich nichts von seelenlosen Kopien. Bei uns gibt es nur Originale – und die warten darauf, im echten Leben wieder benutzt zu werden. Nur fürs ehrfürchtige Anschauen hat Wilhelm Wagenfeld sie ganz sicher nicht entworfen.
