Die berühmtesten Sessel Wiens

Wer in Wien Kaffee trinkt, trifft schnell auf Roland Rainer: Im Café Ritter und im Café Prückl stehen seine berühmten Café-Ritter-Sessel, in Redaktionen und Agenturen die ikonischen Stadthallen-Stühle. Entworfen hat Rainer das Sitzmöbel 1952 für Schüler- und Studentenheime – praktisch, stapelbar, robust und doch von einer eleganten Schlichtheit. Damit wurde der Rainer-Stuhl mit den zehn oder 13 runden Löchern in der Rückenlehne zum Alltagsbegleiter einer ganzen Generation.

Der Stadthallen-Sessel als Grundausstattung

1956 eröffnete die vom Architekten Roland Rainer geplante Wiener Stadthalle. Von Anfang an gehörte sein Stuhl dazu. Seitdem sind die beiden untrennbar verbunden. Wer in Wien Design verkauft und keinen Rainer-Stuhl führt, meint es nicht ernst. In der vintagerie gehört der Stadthallen-Sessel deshalb zur fixen Ausstattung – mit oder ohne Armlehne, immer im Original.

Vom Sitzmöbel zur Designikone

Rainers Prinzip war einfach: weniger Material, mehr Denken. Seine Möbel sind leicht, zweckmäßig und stapelbar, zugleich aber charakterstark. Der Stadthallen-Sessel wirkt sachlich und klar, fast streng, und bleibt dabei sympathisch. Genau diese Mischung macht ihn zu einem Designklassiker, der sich bis heute in jedem Raum behauptet.